RMS 2010

Schon lange vor dem eigentlichen Grossanlass wird diskutiert und verhandelt. Besonders Uli, die für die Helfereinsätze verantwortlich ist, hört man immer wieder klagen. Bald wird den meisten bewusst, dass dieses Wochenende ein langes werden könnte.

Am Freitagabend fällt der Startschuss. Das Festzelt wird aufgebaut, unsere Essensmeile errichtet und in der Halle werden unter strenger Anleitung die Geräte für den Einzelwettkampf am Samstag vorbereitet. Wie es den Anschein macht, ist dies gar nicht so einfach. Die Dreifach-Turnhalle des Wisachers muss auf mysteriöse Weise über Nacht kleiner geworden sein. Wie machen es bloss andere Vereine, die noch kleinere Hallen benutzen? Nachdem alle Geräte ihren Platz gefunden haben, ist es denn auch schon dunkel geworden. Schnell werden die letzten Einzelheiten für den kommenden Tag besprochen, sodass es sich wenigstens noch lohnt, nach Hause ins Bett zu schlüpfen.

Der Wecker lässt aber nicht lange auf sich warten. Im Eiltempo, bei welchem auch Fliessbandarbeiter ins Staunen kommen würden, werden all die feinen Sandwiches für die kommenden Einzelturner gestrichen und belegt, nebenan die letzten Mängel behoben und fehlende Kabel besorgt.

Während den ersten Grill- und Fritteusentests dann die erste enttäuschte Turnerin. "Nein, um 9 Uhr haben wir noch keine Pommes." Ein zweites Mal darf uns das nicht mehr passieren. Sofort wird alles aufgeheizt. Leider hat dies aber auch eine Kehrseite. Durch das Einschalten des Grills beschränkt sich die Sichtweite des Berichterstatters nunmehr auf Bratwürste, Cervelats und Steaks, mal ein bisschen weniger, über den Mittag eher mehr. Einmal ist die Krümmung der Würste nach rechts, einmal nach linkt. Eigentlich nicht so spannend...

Unterdessen haben die verschiedenen Kategorien ihren Wettkampf beendet und die Rangverkündigung nimmt ihren Lauf. Auch von Regensdorf sind diverse Turnerinnen und Turner am Start gewesen und haben gleich mehrere Podestplätze erobert. Herzliche Gratulation! Der Applaus für unsere Vereinsmitglieder fällt aber eher spärlich aus, denn bereits werden im Hintergrund die Felder für den morgigen Tag eingezeichnet und die Zelte für Kampfrichter und Speaker in mühsamer Arbeit errichtet. Nur noch vereinzelte Turner sind übrig, nachdem die letzten Plätze eingezeichnet sind. So folgt bald einmal der abendliche Rapport des OKs, während ein kleiner Rest über den Schatz unseres Kassiers wacht.

Am nächsten Morgen bietet sich ein eher trüber Anblick. Überall verschlafene Gesichter und die ersten Fragen an unseren Oberturner gaegi: "Müssen wir wirklich turnen?!" Naja, fragen kann man ja trotzdem einmal. Obwohl fast alle nach dem Bereitstellen der Geräte genug warm haben, können wir es nicht lassen, endlich einmal ein Basketballspiel zum Aufwärmen zu veranstalten. Durch die laute Musik zieht es so manchen Besucher in die Halle, wo wir gleich mit der Reck-Sektion den Vereinswettkampf eröffnen werden. Die Vorführung selber verläuft leider nicht ganz optimal. Trotz Wettkampftypen verpassen die einen die Stangen, während andere auch einmal zu früh auf den Boden zurückkommen. Schlussendlich können wir mit einer Schlussnote von 8.90 und einem zweiten Platz in der Sparte "Diverse Geräte" doch recht zufrieden sein. Gegen ein paar frische Frauengesichter aus dem TV Lufingen am Schulstufenbarren konnten wir einfach nicht gewinnen.

Bereits zwanzig Minuten später stehen wir vor der nächsten Sektion. Schnell wird auch an der Gerätekombination klar, dass wir nicht an frühere Leistungen anknüpfen können. Die Note von 8.73 bekommen wir sicher gerechtfertigt. Somit aber noch nicht genug. Dreimal tief Luft holen und weiter gehts mit unserem Sprungprogramm. Zusätzlich erschwert durch die Tatsache, dass wir keinen Spiet benutzen dürfen, hätten wir uns wahrscheinlich besser für eine Clownnummer beworben. Mehrere Personen landen zwischen, anstatt auf den Matten. Ryffis Hechtsprung sei Dank, dass nichts Schlimmeres passiert. Zum Glück erwartet uns *** (von Aussenstehenden auch Christoph genannt) mit einem erfrischenden Getränk. Die Tatsache, dass es gerade kurz vor 10 Uhr ist, kümmert dabei niemand. Das Zeitgefühl ist sowieso schon lange verloren.

Schnell ist die Gruppe wieder verteilt und die einzelnen Schichten werden belegt. Das Rechnungsbüro wird hochgefahren und auch die Essmeile wird auf den Mittagsansturm vorbereitet. Inzwischen sind wir am Grill- und Pommes-Stand ein eingespieltes Team und als die Mittagszeit kommt, laufen wir zur Höchstform auf. Wir sind weit herum zu hören und unsere Gastfreundschaft wird von manchen OK-Mitgliedern sehr geschätzt.

Gegen Abend steht noch der letzte wichtige Programmpunkt auf der Liste, die Rangverkündigung des Vereinswettkampfs. Leider entscheidet sich Petrus, dass wir nun genug Sonnenschein hatten. Bei starkem Regen versuchen wir die Ehrungen trotzdem so gut als möglich durchzubringen. Leider verfliegt aber die Stimmung der meisten Turner, noch ein wenig länger sitzen zu bleiben. So machen wir uns ans Aufräumen. Bald ist von den verschiedenen Verpflegungszelten nichts mehr übrig und auch die Turnmatten, die aus der ganzen Umgebung herangeschafft wurden, sind wieder an ihrem Platz. Nachdem auch noch das restliche Coke-Zero verteilt ist, machen sich langsam aber sicher alle geschafft aber zufrieden auf den Heimweg.

Ich möchte mich an dieser Stelle vor allem noch einmal herzlich beim OK für die geleistete Arbeit bedanken. Es ist wohl nicht ganz allen bewusst, wie viel Arbeit hinter so einem riesigen Anlass steckt und wie viel ihr an dessen Gelingen beigetragen habt. Es war einfach eine hammer RMS! Vielen Dank

Patrick Lienert

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